Erdmenger zu Strompreisen: „Zwei Cent runter ist möglich“

20.11.2012

Auch bei den aktuellen Erhöhungen der Strompreise werden die großen Stromkonzerne nicht müde, die Erneuerbaren Energien als Preistreiber zu brandmarken. „Das ist jedoch nicht wahr, denn die schwarz-gelbe Bundesregierung hat an der Preisschraube gedreht. Sie ist verantwortlich für die vielfältigen Ausnahmeregelungen für energieintensive Unternehmen, die zu einem historischen Preisanstieg von erwarteten 2,6 Cent führen“, sagt der anhaltische Landtagsabgeordnete Christoph Erdmenger. „Mit den Vorschlägen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN könnten jedoch die Stromkosten für private Haushalte, Gewerbe, Handel und Handwerk um bis zu 2 Cent/kWh sinken.“

Wegen der Ressourcenverknappung und des schnell fortschreitenden Klimawandels lösen einzig die Erneuerbaren Energien bei gleichzeitiger Senkung des Energieverbrauchs das Energieproblem. Erdmenger: „Strom muss in Zukunft bezahlbar bleiben. Dazu brauchen wir die Energiewende und eine gerechte Verteilung der Kosten.“

Erdmenger kritisiert damit den regionalen Energieversorger EnviaM, aber auch die Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen, die massive Strompreiserhöhungen angekündigt haben. Er weist die Bürgerinnen und Bürger Bitterfeld-Wolfens darauf hin, dass es bereits jetzt preiswertere Ökostromanbieter gibt, die günstiger sind als die angekündigten Tarife. „Ein Wechsel lohnt also.“ ermuntert Erdmenger die Verbraucherinnen und Verbraucher, von ihren Einsparmöglichkeiten Gebrauch zu machen.

Bei der Suche nach einem neuen Energieversorger ist das Regionalbüro GRÜN.LOKAL in der Walther-Rathenau-Straße 58 in Bitterfeld gerne behilflich.

 

Fakten:

Ausnahmeregelungen der schwarz-gelben Bundesregierung für die energieintensive Industrie verursachen den Rekordanstieg der Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). „Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Verbraucher für McDonald’s und Zementfirmen die Kosten für die Energiewende übernehmen“, betont Erdmenger. „Union und FDP in Berlin haben die Kriterien so abgesenkt, dass die Anzahl der befreiten Unternehmen von 800 auf knapp 3000 im nächsten Jahr steigen wird. Dies summiert sich auf 8 Milliarden Euro und bläht die Stromkosten der privaten Haushalte auf.“

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern:

  • dass die Ausnahmeregelungen für energieintensive Unternehmen bei der Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und den Netzentgelten zurückgehen (Senkung dadurch um circa 1,2 Cent/kWh).
  • dass nicht der Verbraucher für Verluste von Off-Shore-Windparks eintreten muss (Senkung dadurch um circa 0,25 Cent/kWh).
  • dass die Energieversorger die gesunkenen Einkaufspreise für Strom an der Börse an die Stromkundinnen und Stromkunden weitergeben (Senkung dadurch um circa 0,5 Cent/kWh).
  • dass Energiesparen gefördert wird.
  • dass das EEG so angepasst wird, dass sich die Erneuerbare Energien gut entfalten und die Kosten für die Energiewende maßvoll bleiben.

 

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