Sie nennen es Business. Wir bezahlen die Rechnung. 100 Milliarden Euro werden jedes Jahr in Deutschland gewaschen. Europaweit verdienen kriminelle Netzwerke laut Europol rund 188 Milliarden Euro jährlich – steuerfrei, oft nahezu risikolos und mit erstaunlich geringer Wahrscheinlichkeit, dass das Geld jemals wieder eingezogen wird. Während Kommunen sparen müssen, Schulen sanierungsbedürftig sind, Wohnungen fehlen und Krankenhäuser unter Druck geraten, verschwinden enorme Summen in illegalen Finanzstrukturen, Briefkastenfirmen und Offshore-Konstruktionen. Warum gelingt es dem Staat so selten, kriminell erwirtschaftetes Vermögen tatsächlich einzuziehen? Wer profitiert davon, dass sich daran wenig ändert? Und was könnte mit diesem Geld finanziert werden, wenn es konsequent zurückgeholt würde? Diesen Fragen widmet sich ein Impulsvortrag mit anschließender Diskussion. Der Eintritt ist frei. Es sprechen Sabine Grützmacher und Thomas Seidel von antifinancialcrime.org gGmbH sowie Sebastian Striegel, Landtagsabgeordneter in Sachsen-Anhalt. Die Veranstaltung beleuchtet die Auswirkungen Organisierter Kriminalität auf Gesellschaft und öffentliche Haushalte – und diskutiert, warum Geldwäsche kein Randthema ist, sondern direkte Folgen für den Alltag vieler Menschen hat. Donnerstag11.06.202618:00 - 20:00 UhrMehrGenerationenHaus Bitterfeld-Wolfen, Str. d. Jugend 16, 06766 Bitterfeld-Wolfen, DeutschlandDownload als ics-Datei